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Carbon 2 Inside

Carbon 2 Inside

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Immer wieder wurde ich von Interessenten unseres Rumpfbausatzes gefragt, ob denn nicht auch die Carbooon-Mechanik in unseren Rumpf eingebaut werden könnte.
Pauschal konnte ich schon immer sagen, dass dies möglich sein müsste, da die Piccolo-Mechanik und die Carbooon-Mechanik ähnlich aufgebaut sind. So habe ich mir es zur nächsten Aufgabe gemacht, dies heraus zu finden. Da nun seit dem zweiten Quartal diesen Jahres der Carbooon vom Nachfolger Carbooon 2 abgelöst wurde, war klar, dass ich mich hier auf die neue Mechanik konzentrieren werde.
Bei der intensiveren Beschäftigung mit dem Carbooon 2 musste ich feststellen, dass hier doch ausser geänderten Mechanikaufnahmespanten auch ein paar Änderungen an der Carbooon 2-Mechanik vorgenommen werden müssen. Bei näherem Betrachten der Mechanik war festzustellen, dass gerade beim Carbooon 2 der Rotorkopf sehr tief gehalten wurde, was beim Einbau in einen Rumpf fast immer zu Problemen führt.

 



So musste ich Mechanikaufnahmespanten konstruieren, bei denen die Mechanik so hoch wie nur möglich im Rumpf der BK117 plaziert werden konnte. Schnell war klar, dass hier der Rotorkopf der Carbooon-Mechanik um mindestens 36 mm höher werden mußte und somit die Steuergestänge und die Hauptrotorwelle verlängert werden mußten. Für das Verlängern der Hauptrotorwelle war mein Freund Harald und seine Drehbank gefragt, von dem ich wußte, daß diese Arbeit für ihn kein Problem darstellen würde. Schließlich hat seine erste Vierblattrotorkopf-Kreation auch aufs erste Mal funktioniert und sich bis heute bestens bewährt. Harald zog das aufgepresste Hauptzahnrad von der alten Hauptrotorwelle ab, drehte auf seiner Drehbank eine längere Hauptrotorwelle und presste das Hauptzahnrad einfach wieder auf. Um zu verhindern, daß später das Hauptzahnrad auf der neuen Welle durchdrehen könnte, habe ich dann noch ein 1 mm Bohrloch durch die Nabe des Hauptzahnrades und die Welle gebohrt, um mit einem Stahldraht das ganze gegen Verdrehung zu sichern.
Für die Ansteuerung der nun um 36 mm erhöht liegenden Rotorblätter kamen mir nun gleich zweierlei Variationsmöglichkeiten in den Sinn, die zum Ziel führen konnten.
1. Möglichkeit:
Die Taumelscheibe mit ihren kurzen Servogestänge in ihrer bis dahin sehr tief angeordneten Position belassen und die zur Paddelstange führenden Steuergestänge verlängern.
2. Möglichkeit:
Die zur Paddelstange führenden Steuergestänge in ihrer Länge belassen und dafür die Servogestänge verlängern.
Die Entscheidung viel auf Variante 1, obwohl die Verwirklichung dieser Variante bei der Umsetzung den größeren Aufwand machte. Aber mir sagte die tief angeordnete Taumelscheibenposition mehr zu, da wie beim bemannten Vorbild die Taumelscheibe im Inneren des Rumpfes Platz finden konnte.
Also mussten nun die Steuergestänge verlängert werden: Aus einem Messingrohr (außen 3 mm, innen 2 mm) wurden Verlängerungen zugesägt. Die originalen Steuergestänge habe ich einfach in zwei gleich lange Teile getrennt, etwas im Gestängedurchmesser verjüngt und in das Messingrohr eingepasst. Nun mussten die Gestängeösen nur noch mit Sekundenkleber in die Messingrohre eingeklebt werden und fertig waren die neuen Gestänge. Das Distanzröhrchen, das den Rotorkopf in seiner Position hält, mußte natürlich auch noch gegen ein entsprechend Längeres ausgetauscht werden.

 



Oben am Hauptrotorkopfaustritt des Rumpfes wurde allerdings ein deutlich größerer Ausschnitt für den Rotorkopf gebraucht als bei der Piccolo-Mechanik.
Die komplette Carbooon 2-Mechanik wurde nun wie schon bei der Piccolo-Mechanik am hinteren Spant mit Hilfe des Heckrohradapters eingeführt. Für die Befestigung am vorderen Aufnahmespant C wurden am Carboon-Chassis zwei kleine Bohrungen vorgenommen, durch die über zwei Schrauben die Mechanik am Spant C befestigt wurde.





Außer des erhöhten Rotorkopfes wurden an der Carbooon-Mechanik also alle Originalkomponenten, wie Motor, Empfängerbox und die Servos belassen.
Da nicht sicher war, ob die Carbooon 2 -BK117 mit dieser Motorisierung überhaupt abheben würde, habe ich für den Erstflug den Rumpf noch nicht lackiert.

 

!!!!!!!!! Und nun ist sie da, die „Carbooon 2 - BK117“ !!!!!!!!!






Am 1.7.2004 war es dann soweit, die Carbooon 2 -BK117 hob zum ersten Mal ab. Allerdings durch das Mehrgewicht des Rumpfes nur sehr kurz und kraftlos. Also wurden die originalen NI-MH-Zellen gegen 350 mAh LI-Po-Zellen ausgetauscht, die sich bereits in meiner Picco-BK bestens bewährt hatten. Diese Zellen sind einiges leichter und durch ihre höhere Ausgangsspannung leistungsfähiger. Und siehe da, auf Anhieb flog die Carboon 2 -BK117 nun perfekt und brachte es auf eine Flugzeit von ca. 6 Minuten. Verwendet man hier nun 1500 mAh Li-Po-Zellen, sind so leicht 18 bis 23 Minuten Flugzeit zu erzielen.



Hier noch ein paar Daten zum Carbooon-2 -BK117 Erlkönig:
Mehrgewicht durch den Rumpfbausatz gegenüber Trainerhaube
46g
Gewicht des Rumpfes
53g
Mechanik:
original Carboon 2 mit geänderten Steuergestängen u. Hauptrotorwelle
Motorisierung
Originalmotorisierung des Carbooon 2
Akku
Li Po -Zellen mit 350 mAh
Abfluggewicht inklusive Akku
ca. 320g
Flugzeit
ca. 6 min.

 

Info: In unseren Rumpfbausatz passen ohne Abänderungen der Piccolo und der Piccolo-Pro, für den unser Rumpfbausatz ursprünglich konzipiert wurde. Selbstverständlich passen nach kleinen Abänderungen auch der Hummingbird „Kolibri“, der hier beschriebene Carbooon 2 und andere Microheli´s mit einem Hauptrotordurchmesser bis 520mm und mit Elektromotor als Heckantrieb!

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